02.02.2012

19 uhr. ich gehe nach hause, zu fuß. es ist nicht weit von ihm zu mir. ich gehe durch den kleinen weg, der durch einen wald führt. sehe von weitem die üblichen asozialen kinder im wald trinken und drogen nehmen. ich stecke mir schnell die kopfhörer in die ohren, will bloß nicht von ihnen gesehen, geschweigedenn angesprochen werden. ich gehe etwas schneller, aus verfolgungsangst. schaue mich dann ein paar mal um. schritte.
der weg scheint ewig zu dauern. es ist -10 grad und die kälte umschlingt meinen ganzen körper, ich bin eindeutig zu kalt angezogen für dieses wetter. reicht die leggins wohl doch nicht. der rauch meiner zigarette vermischt sich mit dem grauen hauch meines atems.. wie gut es tut... wie schön es doch eigentlich wäre, einfach einzufrieren. 
meine hände werden taub, ich spüre sie langsam vor kälte nicht mehr. ich merke, wie ich nur noch schwer atmen kann, ich koste diesen moment bis zum ende aus, bis ich nicht mehr kann..bis meine lunge aufgibt.

1 Kommentar:

may hat gesagt…

mit diesem text hast du soeben in worte gefasst, wie ich mich gestern abend gefühlt habe!